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Katleen Bock und Jannik Buck bei der TFJV 2011

Anfang August fand die TFJV 2011 (Trophée de France des Jeunes Vetetistes) in Serre Chevalier (F) statt. Die TFJV ist ein hochkarätiger Mannschaftswettbewerb mit fünf Disziplinen. In diesem Wettbewerb treten sämtliche Regionen Frankreichs mit ihren Auswahlmannschaften der Alterklassen U13 bis U17 gegeneinander an. Mit dazu eingeladen sind Auswahlmannschaften aus Deutschland und Belgien. Für den RSC Hengen wurden Katleen Bock und Jannik Buck in die Auswahl des BDR berufen und durften im "Nationaltrikot" ihr Land vertreten.

Bei der TFJV müssen innerhalb einer Wettkampfwoche die Disziplinen Mannschafts-Staffel, Orientierungsfahrt, Trial, XC-Rennen und Downhill nacheinander bewältigt werden. Schon diese "Dauerbelastung" war für unsere jungen Sportler doch sehr ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz brachten Katleen und Jannik durchweg hervorragende Leistungen in dem hochkarätig besetzten Starterfeld.

Schon beim ersten Wettbewerb, der Staffel, ging es gut los für die deutsche Mannschaft. Von jeder Altersklasse wurden jeweils 4 Sportler nacheinander ins Rennen geschickt (1 Mädchen, 3 Jungs). Deutschland konnte hier, fast schon traditionsgemäß den 1. Platz erringen. Ein gutes Omen aber auch Anspruch für die weiteren Wettkämpfe.

Am zweiten Tag ging es weiter mit der bei uns im MTB-Sport doch recht unbekannten Orientierungsfahrt. Hier sei auch ausdrücklich noch einmal die tolle Zusammenarbeit mit dem MTB-Team Böhringen erwähnt! Zusammen mit Trainer Wieland Müller konnte man gemeinsam mit den von Böhringen berufenen Sportlern - Marie Müller und Adrian Hummel - im Vierergespann etwas üben. Dies machte sich dann auch im Ergebnis in Serre Chevalier bemerkbar. Die Jungs und Mädels von der Alb konnten in ihrer Altersklasse einen hervorragenden 6. Platz in der Orientierung belegen. Bundestrainer Thomas Freienstein war "very amused"! Bis dato musste er in der Orientierung am hinteren Ende der Ergebnisliste mit der Suche nach den deutschen Mannschaften beginnen.

Sehr schwere Trials erwarteten unsere Sportler am dritten Wettkampftag. Auch hier waren wieder ungewohnte Rahmenbedingungen. Insgesamt mussten 4 einzelne Trialstationen bewältigt werden und dies ohne die für unsere Trials üblichen Klickpedale. Die Schwere der Trials und die Verteilung des Wettbewerbs über den kompletten Tag zehrten doch sehr an den Nerven und Kräften unserer Sportler. Katleen konnte in dieser Disziplin den 8. Platz unter 46 Teilnehmerinnen erringen. Jannik hatte es hier allein schon von der Teilnehmerzahl her etwas schwieriger (92 Teilnehmer), konnte aber mit Platz 54 sein Können in dieser Disziplin aufblitzen lassen. Wohlgemerkt, die Franzosen sind richtige Spezialisten was die Trial-Disziplin betrifft!

Mit recht viel Vorfreude ging es dann am vierten Tag in die XC-Wettbewerbe. Die Strecke war zwar mit zahlreichen kurzen und langen Anstiegen recht schwer und selektiv, aber es war endlich eine gewohnte Art des Wettbewerbs für die deutschen Fahrer. Dies konnte dann Katleen auch unvermittelt zeigen. Von Startplatz 18 ins Rennen gegangen konnte Katleen bereits nach dem kurzen Startloop in Führung gehen und über den weiteren Rennverlauf einem souveränen Sieg entgegenfahren.
Jannik musste im XC-Rennen von Startplatz 69 ins Rennen gehen. Eine vordere Platzierung war damit nahezu schon unmöglich. Jannik erreichte trotzdem mit viel Kämpferherz einen hervorragenden 25. Platz. Eine Super Leistung!

Noch einmal eine sehr große Herausforderung war der letzte Wettkampftag mit dem Downhill-Wettbewerb. Auch hier war die Strecke wieder deutlich schwerer und fordernder als in Deutschland für diese Altersklassen üblich. So ging es beispielsweise quer über den Zielhang der "Luc-Alphand-Abfahrtspiste". Selbst das Begehen zu Fuß erschien dem Zuschauer schon als abenteuerliches Unterfangen! Auch diese Aufgabe meisterten unsere beiden Hengener Sportler hervorragend. Katleen konnte einen guten 10. Platz belegen. Jannik hatte an diesem Tag etwas Pech. Im ersten Lauf wurde noch auf Sicherheit gefahren. Im zweiten Lauf, als es darum ging noch einmal mit etwas mehr Risiko eine Top-Zeit zu fahren, handelte er sich einen astreinen Durchschlag samt Plattfuß ein und musste sein Bike den halben Zielhang vollends ins Ziel schieben. Jannik konnte mit seiner Zeit vom ersten Durchgang trotzdem noch einen respektablen 50. Platz einfahren.

Im Schlussklassement belegte die Mannschaft des BDR den 2. Gesamtrang hinter der Mannschaft aus Lorraine (Lothringen). Ein hervorragendes Ergebnis für unsere Mountainbiker wenn man bedenkt, dass einige Wettkampfformen, oder auch die Schwere der Wettbewerbe doch recht ungewohnt für unsere Sportler sind. Dies zeigt aber auch, dass man in Deutschland mit der Art der Ausbildung im Rennsportbereich des MTB auch im internationalen Vergleich auf dem richtigen Wege ist. Dies gilt natürlich auch für die Vereine der Region, die es immer wieder schaffen, dass sich Sportler aus ihren Reihen für solche Internationalen Wettkämpfe qualifizieren können.

Neben all den sportlichen Auszeichnungen ist eine solche Veranstaltung für einen jungen Sportler aber auch sicher ein unvergessliches Erlebnis welches Einen nicht nur im Sport weiterbringt. Dies ist vielleicht sogar der wichtigere Aspekt!

An dieser Stelle noch einmal herzliche Gratulation an Katleen und Jannik für die tollen Leistungen im "Nationaltrikot".
Macht weiter so!

Hier geht es zu den Fotos von der Veranstaltung.

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